Besäufnis nur noch in Tracht? Es ist kein Integrations- oder Traditionszeichen, sondern Preußen-Mode, sich in Lederhosen zu verkleiden, auch wenn die Dirndl inzwischen schreiend bunte Fröhlichkeit verbreiten und doch reaktionäre Ordnung der Schürzen-Schleifen transportieren: Es ist enorme Geldschneiderei bei Neumünchnern!
Die konservative Revolution der reichen Rassisten und biblischen Reiter beherrscht Bayern schon lange, der Innenminister als Freund der Taliban baut Abschiebezentren am Flughafen, während die langjährige „Staatspartei“ ständig verliert:
In Klimaleugnung und reaktionären Geschäften wird die bayrische Geschichte geleugnet, das Geschäft von Adel, Banken, Kirchen und Militärs geschützt, die den Reichtum außer Landes bringen, auf ihre gottlosen Yachten der biblisch verdorbenen Religions-Reste: Armageddon und Weltuntergang als Kriegsangst, auf Putin projiziert.

Die wirkliche Geschichte der Demokratie, die 1918 mit dem Zusammenbruch des Weltkrieges ausgebrochen ist, der König war geflohen, weil das gesamte Militär zu den Arbeiter- und Bauernräten übergelaufen ist. Die Besitzenden konnten schnell mit der SPD den 8‑Stunden-Tag und Betriebsräte versprechen, die reaktionären Freikorps mit Geld aus dem Stinnes-Legien-Abkommen ausstatten und die wichtigsten Arbeiterräte entführen oder niederschießen.

Über 1000 Frauen und Männer wurden um den 1. und 2. Mai in München, Dachau, Augsburg und Rosenheim, Kolbermoor und Würzburg ermordet, in den Städten, in denen die Verteidigung gegen die Weiß-blauen, die brutalen Freikorps der späteren Nazis und der Reichswehr
Die alte Justiz spielte mit, übernahm den Begriff der Räteregierung vom „Volksgerichtshof“ und brach doch jedes Recht: Die Todesstrafe wäre nicht zugelassen gewesen, alle Mörder und Übeltäter wurden eher freigesprochen als bestraft, die „Ordnungszelle Bayern“ wurde zur Grundlage der faschistischen Bewegung von der Thule-Gesellschaft über den antisemitischen Kardinal Faulhaber, von Ludwig Thoma bis zu all den volkstümlichen Monarchisten und Traditionalisten der alten Ordnung und des Militarismus.

1945 wollte man von den früheren Jahren nichts mehr wissen und baute eine neue Geschichte mit rührenden Szenen um einen alten Prinzregenten und die „Gute alte Zeit“, die in den neuen Trachten wieder gesucht wird: Mit ein bisserl traurig schwulem König Luwig II wird der kriegstreiberisch mitmachende Ludwig III mit dem Traum vom „Stück von Belgien“ und Nordseehafen vergessen, wie die Nazi-Karriere des Franz Strauß, der es als Verteidigungsminister zu vielen privaten Millionen in der Schweiz bringt. Freund aller südamerikanischen Diktatoren und Deals, auch mit Moskau.

Er liebte diesen Oktoberfest-Einzug und förderte all diese Trachtenvereine großzügig, starb auch an der Maßlosigkeit auf der Wiesn gleich danach am 3.Oktober 88 auf der Jagd im fürstlichen Regensburg … Also feiern wir Befreiung?

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